Nigeria: Vertriebene klagen über gebrochene Versprechen der Regierung
Die ehemaligen Bewohner der Gebiete, auf denen heute die nigerianische Hauptstadt Abuja steht, erheben schwere Vorwürfe gegen ihre Regierung. Wie internationale Medien berichten, fühlen sich die Vertriebenen seit Jahrzehnten im Stich gelassen.
Unerfüllte Versprechen
Laut den Berichten hatte die nigerianische Regierung den Menschen bei der Zwangsräumung in den 1980er Jahren Entschädigungen und alternative Unterkünfte zugesagt. Viele dieser Zusagen seien jedoch nie eingelöst worden. „Wir wollen eine Stimme in unserem eigenen Land“, zitiert die BBC betroffene Anwohner.
Kampf um Anerkennung
Die Vertriebenen, die meist aus ländlichen Gemeinden stammen, kämpfen seit der Gründung Abujas 1991 um ihre Rechte. Obwohl die Stadt heute zu den modernsten Metropolen Afrikas zählt, leben viele der ursprünglichen Bewohner in prekären Verhältnissen am Stadtrand. Aktivistengruppen fordern nun eine offizielle Entschuldigung und Nachverhandlungen über Entschädigungen.
Die nigerianische Regierung hat zu den aktuellen Vorwürfen bisher nicht Stellung bezogen. Menschenrechtsorganisationen verweisen jedoch auf ähnliche Fälle in ganz Nigeria, wo Großprojekte häufig zu Lasten der lokalen Bevölkerung gehen.
Quellen: BBC News – World, BBC News – Africa






