UN fordert Untersuchung der Tötung von Journalisten im Libanon durch Israel
Die Vereinten Nationen haben eine dringende Untersuchung der Tötung von Journalisten durch israelische Luftangriffe im Libanon gefordert. Bei den Angriffen am 28. März wurden Ali Shoeib, ein Korrespondent des Hezbollah-Senders Al-Manar, sowie die Al-Mayadeen-Reporterin Fatima Ftouni und ihr Kameramann-Bruder Mohammed getötet. Die Journalisten berichteten über Kämpfe im Süden des Libanon, als sie den Angriffen zum Opfer fielen.
Das UN-Hochkommissariat für Menschenrechte erklärte, die Tötungen müssten „unverzüglich und unparteiisch“ untersucht werden. UN-Experten warnten zudem, Israel fühle sich durch Straflosigkeit bei früheren Journalistenmorden im Libanon, Gazastreifen und Westjordanland ermutigt. Sie forderten die internationale Gemeinschaft auf, sicherzustellen, dass Israel für Verstöße gegen das humanitäre Völkerrecht zur Verantwortung gezogen wird.
Die Tötung der Journalisten hat im Libanon und international Empörung ausgelöst. Medienorganisationen verurteilten die Angriffe scharf und forderten eine lückenlose Aufklärung. Die libanesische Regierung kündigte an, sich für eine unabhängige Untersuchung einzusetzen. Israel hat zu den Vorwürfen bisher keine Stellungnahme abgegeben. Die israelische Armee betont stets, sie halte sich an das Völkerrecht und ziele nicht absichtlich auf Zivilisten.
Quellen: Middle East Eye, Al Jazeera English






