Bahrains UN-Resolution zur Straße von Hormuz scheitert an Veto von Russland und China
Im UN-Sicherheitsrat ist am Dienstag eine von Bahrain eingebrachte Resolution zur Wiedereröffnung der Straße von Hormuz gescheitert. Russland und China legten ihr Veto gegen den Text ein, der eine internationale Koordinierung der Bemühungen zum Schutz der kommerziellen Schifffahrt in der strategisch wichtigen Wasserstraße vorsah.
Die Resolution, die von den USA unterstützt wurde, erhielt zwar 11 Stimmen bei zwei Enthaltungen, scheiterte jedoch am doppelten Veto der beiden ständigen Sicherheitsratsmitglieder. Ursprünglich hatte der von Bahrain erarbeitete Entwurf den Golfstaaten auch die Erlaubnis erteilen sollen, Gewalt zum Schutz der Schifffahrtsroute einzusetzen. Dieser Passus war jedoch in der finalen Version gestrichen worden.
Die Straße von Hormuz ist eine der wichtigsten Handelsrouten für Öl weltweit. In den letzten Monaten hatte der Iran die Kontrolle über die Meerenge übernommen, was zu Spannungen in der Region führte. Bahrains Außenminister Abdullatif bin Rashid Al hatte die Resolution als notwendigen Schritt zur Wahrung der Sicherheit im Golf bezeichnet.
Das Scheitern der Resolution markiert einen Rückschlag für die Bemühungen der Golfstaaten, eine internationale Lösung für die Krise um die Straße von Hormuz zu finden. Experten sehen in dem Veto Russlands und Chinas auch ein Zeichen für die zunehmende geopolitische Rivalität in der Region.
Quellen: Al-Monitor, Middle East Eye








